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Temperatur- Referenzperioden 1951 bis 2010 

Der 30- jährige Zeitraum von 1961 bis 1990 ist die zurzeit international (der Weltorganisation für Meteorologie "WMO") gültige Referenzperiode, die als Basis der klimatologischen Vergleichbarkeit dient.
Beispiel: der August xxxx fiel gegenüber dem langjährigen Monats- Durchschnitt (Monatssoll) um 1 Grad zu warm aus, dann beruht die Aussage auf dem August- Temperatur- Monatsmittelwert der Referenzperiode 1961- 1990.

die nachfolgende Tabelle habe ich teils aus Rohdaten anschaulich erstellt und die Zahlenwerte nach der Kommastelle teils gerundet

Datenbasis © Deutscher Wetterdienst von der DWD- Station Bremerhaven- Doppelschleuse 
Ref. / Mon. Jan. Feb. März April Mai Juni Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez. Jahr
1951- 1980 +0,9° +1,1° +3,7° +7,2° +11,9° +15,4° +16,7° +16,7° +14,1° +10,1° +5,5° +2,5° +8,8°
1961- 1990 +1,1° +1,6° +4,1° +7,5° +12,3° +15,4° +16,8° +16,9° +14,2° +10,3° +5,6° +2,5° +9,0°
1971- 2000 +1,8° +2,2° +4,8° +7,9° +12,6° +15,3° +17,4° +17,5° +14,2° +10,1° +5,7° +3,1° +9,4°
1981- 2010 +2,1° +2,4° +5,1° +8,8° +13,0° +15,6° +18,1° +17,9° +14,7° +10,5° +6,1° +2,8° +9,8°

Das man sich im Wetterwesen nach einer engbegrenzten und doch schon um einiges zurückliegenden 30- jährigen Referenzperiode orientiert, ist in meinen Augen nicht wirklich die optimale Lösung aber irgendwo muß man wohl einen Referenzpunkt festlegen.
In den Medien sind ja neben dem Deutschen Wetterdienst (DWD) auch andere Wetterdienste aktiv, wo schon mal der Vergleich mit der jüngeren Referenzperiode 1981- 2010 erwähnt wird oder man sich teilweise oder schon gänzlich an dieser orientiert , z.B. das Monats- Rückblick- Diagramm aus unserer Nordsee- Zeitung.
Da sich naheliegende Referenzperioden überlappen, kann man diese auch nicht wirklich miteinander vergleichen, da ja einzelne Jahrzehnte teils doppelt mit in dem Vergleich bzw. der Vergleichsrechnung mit einfließen.
Beispiel: Im Vergleich der Referenzperioden 61-90 und 81-10 sind 2 mal die 80-er Jahre vertreten oder wenn wir aus der obigen Tabelle die Spalte Jahr ins Auge fassen und aus den 4 Referenz- Einzelwerten einen Schnitt ziehen, so kommen wir auf 1522,6 Stunden. Ziehen wir aber den gleichen Schnitt (1951- 2010) aus den zugrunde liegenden Jahres- Einzelwerten, so ergibt sich daraus ein Durchschnitt von 1547 Sonnenscheinstunden pro Jahr.
Fazit: Statistiken, Tabellen und Grafiken darf man nur trauen, wenn man diese selbst erstellt oder gefälscht hat... schmunzel.

Stand: 30.09.15


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